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Mittwoch, 3. März 2010

Microsoft will infizierte Computer in Quarantäne stecken

Ein Topmanager aus Redmond hat jetzt öffentlich laut gedacht und die vorgeschriebene Isolierstation für alle mit Malware belasteten Rechner und Zombies vorgeschlagen.


MS-Vizepräsident Scott Charney, im Konzern zuständig für Computersicherheit, brachte seine Initiative ganz informell per öffentlicher Rede auf den Weg. Wohl, um die Meinung der Branche zu testen. So äußerte er sich bislang auch noch nicht über spezifische Details wie: Wer soll eigentlich das Monitoring übernehmen? Wer trifft dann die Entscheidung, welche Maschinen isoliert werden? Wer führt es aus? Worüber sich Charney im Klaren ist: Solche verseuchten Rechner müssen unbedingt aus der Online-Öffentlichkeit verbannt werden. Er vergleicht es mit Zigarettenrauch, der die Nichtraucher belästigen und schädigen würde.

»Ein Mensch hat die Freiheit, sich selber in Gefahr zu bringen, sich zu infizieren und sich Krankheiten einzufangen. Er hat aber nicht das Recht, andere zu gefährden und zu infizieren. Wir sollten diese Regel um seinen Computer erweitern«, formulierte es Charney auf der RSA Security-Konferenz in San Francisco.
Er ist natürlich nicht der Urheber einer solchen Idee, aber nun einer der prominentesten Verfechter dieses Sicherheitskonzepts. Wie es logistisch zu stemmen wäre, darüber herrscht noch absolute Ratlosigkeit. Manche wollen den Schwarzen Peter (wieder einmal) den Internet Service Providern in die Schuhe schieben. Sie sollen für Überwachung und Abschaltung sorgen. Wie er das machen und wer dafür aufkommen soll, darüber herrscht völlige Uneinigkeit. (Quelle: TheInquirer.de)

Mittwoch, 03 März 2010 7:37