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Donnerstag, 25. November 2010

Früher gab es noch Pistolen,Heute gibt es Botnetze

Immer wieder sorgen Botnetze für viel Aufsehen. Diese Netzwerke aus Zombie-Computern werden von ihren Herdern als Geldquelle errichtetet. Recherchen des Virenschutz Anbieters Symantec ergaben, dass die Betreiber dieser Netzwerke Millionen von US-Dollar verdienen.

Die Botnetze werden von Cybercriminellen errichtet und an interessierte Internet-Betrüger zwischen 9 und bis zu 65 US-Dollar pro Stunde vermietet. Das Experten-Team von MessageLabs Intelligence, der Analyseabteilung von Symantec Hosted Services hat nun ermittelt womit die Mieter dieser Botnetze ihre Gewinne erzielen.

Eine der wohl grösten Einnahmequellen ist der Spam-Versand.Selbst wenn nur ein bedeutungsloser Bruchteil der nervenden Werbebotschaften zum Erfolg führt, ist dieses ein Erfolg für ihre Urheber. Die Betreiber fragwürdiger Onlineapotheken können dank Spam-Mails einen Jahresumsatz von bis zu 3,5 Millionen US-Dollar erzielen.

Die 3 anderen kriminellen Erwerbszweige, welche mittels Botnetze Internet-Nutzer attackieren könnte man als die digitale Varianten von Bankraub, Diebstahl und Schutzgelderpressung bezeichnen. Via Botnetz verbreitete Malware kann für den Internet-Betrügern mehr Einnahmen bedeuten als jeder reale Bankraub mit Pistole.

2010 konnte das FBI eine Gruppe von Cyberkriminellen festnehmen, welche mit Hilfe des Zeus Trojaners rund 70 Millionen US-Dollar von fremden Bankkonten ergaunert hatten. Zeus ist auch als Kneber, Zbot, PRG, wsnpoem oder Gorhax bekannt.

Mit der Androhung Webseiten mit so genannten DDoS Attacken lahmzulegen versuchen Internet-Kriminelle Schutzgeld von ihren Opfern zu erpressen. Verweigert der Betreiber der Webseite die Zahlung werden dessen Server solange von gemieteten Botnetzen mit Unmengen an Daten bombardiert bis diese den Dienst verweigert.

Eine weitere Art der digitalen Kriminalität hat sich darauf spezialisiert auf illegalen Netzwerken Nutzerkonten bekannter Onlinespiele wie World of Warcraft zu knacken. Auf diesen Plattformen können sich Spieler digitale Gegenstände erspielen, welche ihnen einen Vorteil in ihrem Spiel verschaffen. Jeh seltener und schwieriger die zu erspielenden Gegenstände sind umso wertvoller sind diese dann auch.

Internet-Betrüger übertragen derartige Items von den gehackten Konten auf eigens dafür angelegte Konten um diese von dort aus zu verkaufen. Es wird berichtet, dass eine asiatische Bande auf diese Weise 140.000 US-Dollar ergaunert habe.

25.11.2010 15:17 uhr